23. August 2019

Sonderausstellungen im Sylt Museum

  •   „Die Landschaft muss mir Widerstand leisten…“ Will Sohl (1906-1969)

 

Der Maler Will Sohl eroberte sich die Natur. Leidenschaftlich und zugleich kämpferisch bewegte er sich zwischen der Ästhetik der Landschaft, des Meeres und den damit verknüpften kulturellen Begebenheiten. Immer wieder verlässt er in seinen Arbeiten die figürliche Malerei aus, verarbeitete die in der Natur erlebten Grundformen und schuf auf sein Reisen ausdrucksstarke Aquarelle.  
Sylt, Island, die Lofoten – dies waren die Orte seine Sehnsucht: Sohl bannte die Landschaften in farbenprächtige Aquarelle. Er nutzte die unterschiedlichen Naturräume und Mentalitäten für seine malerische Dokumentation. Prägend und förderlich für Sohls Wirken war derüber hinaus sein enger Kontakt zu bedeutenden Kunsthistorikern und Kulturschaffenden wie Fritz Wichert, Carl Georg Heise, Ernst Schlee und Rudolf Haegelstange. Auch durch die diese Kontakte gelang es Sohl, bis heute in zahlreichen Museums- und Privatsammlungen vertreten zu sein. Die Ausstellung wird durch die Publikation „Ein Weg nach der eigenen Nase, ein Gehen im eigenen Rhythmus. Will Sohl 1906-1969“ ergänzt.  
Die ausgestellten Arbeiten entstammen vorwiegend dem Künstlernachlass, der seit 2013 durch die Stiftung Künstlernachlässe Mannheim betreut wird.  

 

„Die Landschaft muss mir Widerstand leisten…“ Will Sohl (1906-1969) ist täglich bis 20. Oktober von 10 Uhr bis 17 Uhr (Sa. & So. von 11-17 Uhr) zu sehen.  

 

 

  • Fünf im Museum

 
Fünf Künstler setzen sich mit der jahrtausendalten Inselgeschichte auseinander. Vielfältig ist die Geschichte und zugleich nutzen die Künstler den interdisziplänren Ansatz um ihre Blicke auf Sylt zu konzentrieren. Die Ausstellung „Fünf im Museum“ zeigt in der ständigen Sammlung des Sylt Museums Objekte der Künstler Walter vom Hove, Hans Joachim Pohl, Ingo Kühl, Edda Raspé und Hans Jürgen Westphal.  Die Objekte sollen in der ständigen Ausstellung „stören“ und zu neuen Betrachtungsweisen anregen. Mit ihren versteckt oder auffällig platzierten Objekten laden die fünf Künstler alle Museumsbesucher zur Entdeckertour durch die Dauerausstellung bis 31. Oktober 2019 ein.

Die Ausstellung begleitet das Gemeinschaftsprojekt „Tisch am Kliff“ der Künstler und den Sölring Museen, das im Juni 2019 am Keitumer Kliff eingeweiht wurde. Der Tisch vereint zehn kleine Bronzeplatten zu einer Gesamttischfläche, die die Künstler im Kontext der Sylter Geschichte schufen.

Der Tisch steht unter der Schirmherrschaft des Bürgermeister der Gemeinde Sylt, Nikolas Häckel und wurde durch die Gemeinde Sylt, die Stiftung Sylter Bank sowie Privatspendern finanziell gefördert. Der Tisch ist jederzeit auf Höhe des Sylt Museums zugänglich und lädt zum Verweilen und Anfassen ein. 

 

 

  •  Kunstprojekt  S J Ü Ü N  [Blickfang; das, was ins Auge fällt]

 

Das Kunstprojekt Sjüün der Kieler Künstlerin Chili Seitz bringt bis Oktober 2020 zwölf Objekte aus der Sammlung des Sylt Museums mit Orten auf der Insel Sylt in einen Dialog. Unterschiedliche Themen, die mit der Inselgeschichte und dem ausgewählten Raum eine Verbindung haben, werden dabei aufgegriffen. Neben der Karte, die die Orte aufzeigt, wurde eine eigene App programmiert, die die optimale Teilnahme an dem Projekt gewährleistet. Die Objekte finden sich alle in der permanenten Ausstellung im Sylt Museum ausgestellt.


Die Teilnehmer erhalten an den öffentlichen Punkten eine Werkbeschreibung des Sammlungsgegenstandes (Gemälde, Fotografie, Fliese) - das diesem Blickpunkt gegenübersteht. Im Museum steht der Besucher vor dem Sammlungsobjekt und hört bzw. liest die zeitgenössische Blickbeschreibung, die die Künstlerin Chili Seitz an einem ausgewählten Tag, an dem ausgesuchten Ort verfasst hat. So entsteht beim Betrachter ein drittes Bild, da er in beiden Fällen das Gegenüber visuell nicht vor Augen hat, sondern seine eigene Bildwelt schafft und diese ggf. mit seiner Phantasie und Assoziationen des Gehörten konfrontiert. Das Projekt beschäftigt sich mit sozialen Räumen, Naturräumen, Sagen, traditionellen Bräuchen (Biike) oder räumliche Veränderungen auf der Insel Sylt. 


Für das Projekt steht eine kostenfreie App (iphone und Android) in den App-stores bereit. Mit Hilfe der App können die Teilnehmer sich zu den einzelnen Orten navigieren lassen und dort die jeweiligen Beschreibungen auf deutsch, englisch und Sölring (Sylter Friesisch) offline anhören. Im Anschluss an die Erzählung hören Sie eine passend ausgewählte Sagengeschichte. Die Sagengeschichten sind exklusiv in der App zu hören.
Neben der App stehen alternativ QR-Codes für die einzelnen Beschreibungen bei allen Werken bereit sowie ein handlicher Faltplan, der im Museum und an vielen Auslegestellen auf der Insel erhältlich ist. Zusätzlich erhalten Sie an allen Punkten die Beschreibungen auf den präsentierten Archivkarten abgedruckt.


Das Projekt lädt ein, die Insel und ihre Geschichte zu entdecken und sich mit ihr spielerisch auseinander zu setzen, Blickpunkte zu schärfen und zu erfahren, was in anderen Zeiten an den Orten geschah oder was sich verändert hat. 
Sjüün wurde gefördert von: Kultusministerium Land Schleswig-Holstein, Sparkassen Stiftung Schleswig-Holstein, Nord-Ostsee Sparkasse und Insel Sylt Tourismus Service. Unterstützt von den Gemeinden Westerland und Hörnum, Landschaftszweckverband und den Listlandeigentümer.

Weitere Informationen unter:  www.soelring-museen.de und www.facebook.com/soelringForiining

 

 

Sylt Museum | Am Kliff 19 | 25980 Sylt/Keitum | 04651/31669 Altfriesisches Haus seit 1640 | Am Kliff 13 | 25980 Sylt/Keitum | 04651/31101 Steinzeitgrab Denghoog | An der Friesenkapelle | 25996 Sylt/Wenningstedt | 0170/6971687 Naturpfad Vogelkoje Kampen | Lister Straße 100 | 04651/871077